Arbeiten ohne Freigaben erlauben
Die drei Stufen zwischen „nach allem fragen“ und „nach nichts fragen“, wie Bypass eingeschaltet wird und was es bringt und kostet.
Standardmäßig fragt der Agent, bevor er in eine Datei schreibt oder einen Befehl ausführt. Am Handy sieht das so aus, dass die Arbeit stillsteht und auf dein Tippen wartet. Das ist Absicht — aber es gibt Situationen, in denen es mehr stört als hilft.
Drei Stufen, nicht zwei
Zwischen „nach allem fragen“ und „nach nichts fragen“ liegt noch eine Stufe, die oft übersehen wird:
- Jedes Mal fragen
- Der Standard. Jeder Schreibvorgang und jeder Befehl wartet auf Freigabe. Am sichersten und am langsamsten.
- Dauerhafte Freigabe für eine Art von Aktion
- Wenn der Agent um Freigabe bittet, kannst du wählen, dass er nach dieser Art von Aktion nicht mehr fragen soll. Das gilt für diese Art, nicht für alles — das Ausführen von Tests erledigst du, das Löschen von Dateien nicht. Zurücknehmen lässt es sich jederzeit in den Einstellungen.
- Ohne Freigaben (Bypass)
- Der Agent fragt überhaupt nicht. Eingeschaltet wird das in der Konfiguration des Servers, nicht vom Handy — eine bewusste Entscheidung am Rechner, kein Tippen in der Straßenbahn.
Wie man Bypass einschaltet
In der Konfigurationsdatei des Servers, also der aus --config:
{
"no_approvals": true
}
Es gilt ab dem nächsten Start des Servers. Das Handy merkt es selbst — es hört auf zu fragen.
Was du gewinnst
- Längere Aufgaben laufen ohne dich zu Ende. Genau das ist der Fall, in dem du Arbeit übergibst und weggehst — mit einer Frage nach jedem Befehl würde der Agent warten, bis du hinsiehst.
- Tests, Formatierung und Build laufen in einem Zug, statt bei jedem Schritt anzuhalten.
- Weniger Tippen am Handy bei Dingen, die du sowieso immer erlauben würdest.
Was du verlierst
- Die Bremse. Der Agent läuft mit deinen Rechten und kann ohne Freigaben am Rechner alles, was du von der Kommandozeile könntest.
- Den Augenblick zum Nachdenken. Die Frage „darf ich diesen Befehl ausführen?“ ist oft die Stelle, an der dir auffällt, dass der Agent den Auftrag anders verstanden hat als gemeint.
- Den Überblick darüber, was kommt. Die Schritte siehst du weiterhin, aber als getan, nicht als Vorschlag.
Wann einschalten und wann nicht
Schalte es in einem Projekt ein, das in der Versionsverwaltung liegt und dessen Verlust dich nicht schmerzen würde — ein eigenes Experiment, ein überschreibbarer Prototyp, ein Projekt, das man wegwerfen und neu klonen kann. Dort ist Bypass genau das, was coden zu einem Werkzeug macht, bei dem du nicht sitzen musst.
Schalte es nicht dort ein, wo der Agent Produktionsdaten anfasst, ausrollt oder in einem Verzeichnis arbeitet, in dem Dinge liegen, die es nirgends sonst gibt. Die Grenze zwischen diesem und dem vorigen Absatz ist nicht technisch, sondern deine.
Ein praktischer Kompromiss: Bypass an, das Projekt in git und ein Commit vor jedem größeren Auftrag. Zurück kommt man dann mit einem Befehl — und das ist billiger, als jeden Schritt freizugeben.
Woanders hängengeblieben als hier beschrieben? Schreib an support@coden-app.com.