Mit git am Handy arbeiten
Branches, Mergen mit Konflikten, Historie und der eigene Commit — und warum es kein push und kein rebase gibt.
Git auf dem Handy ist kein zweites Terminal. Es sind die paar Handgriffe, die du brauchst, wenn du nicht am Rechner bist: nachsehen, was der Agent geschrieben hat, den Branch wechseln, mergen, einen Commit von eigener Hand schreiben. Der Rest bleibt am Rechner, wo du das Werkzeug dafür hast.
Ein Arbeitsverzeichnis ohne Versionsverwaltung sagt das sofort. Das ist kein Fehler — es gibt nur nichts zu zeigen.
Branches
Die Liste der Branches, der aktive zuerst. Bei jedem siehst du, um wie viele Commits er vor und hinter dem Hauptbranch liegt — so erkennst du, welcher in Arbeit und welcher vergessen ist, ohne ihn öffnen zu müssen.
Ein Tippen auf einen Branch wechselt dorthin. Die App fragt vorher, denn auf dem Server wechselt das Arbeitsverzeichnis und der Spiegel der Dokumente wird nachgezogen — eine Änderung, die man nicht versehentlich machen will, während der Agent gerade arbeitet.
Liegt im Arbeitsverzeichnis unfertige Arbeit, geht der Wechsel nicht durch und die App listet auf, was genau im Weg steht. Die Dateiliste steht dort absichtlich: ohne sie wüsstest du nicht, was aufzuräumen ist.
Mergen
„In den aktiven Branch mergen“ gibt die Arbeit dem Agenten, nicht git. Das ist Absicht: ein Merge kann eine Entscheidung verlangen, die der Server nicht treffen kann, und der Agent kann wenigstens fragen.
Der Prompt geht dabei nicht in die Konversation, in der du arbeitest — du wolltest den Branch wechseln, nicht darüber schreiben. Er bekommt eine eigene Konversation und du bleibst auf dem Git-Bildschirm; dass gemergt ist, zeigt die geänderte Historie.
Konflikte löst der Agent nicht selbst. Der Auftrag, der hinausgeht, sagt ihm ausdrücklich, sie aufzulisten und auf Anweisung zu warten. Drei Wege weiter:
- Vom Handy aus entscheiden
- In dieser Konversation schreibst du ihm, wie der Konflikt zu lösen ist. Bei zwei, drei Stellen, wo du weißt, welche Seite richtig ist, ist das das Schnellste.
- Dem Rechner überlassen
- Du lässt den Merge offen und löst ihn am Rechner. Nichts geht kaputt — das Repository ist im gewöhnlichen Zustand eines laufenden Merges.
- Merge abbrechen
- Das Repository geht in den Zustand vor dem Merge zurück. Was im Konflikt schon gelöst war, wird verworfen — deshalb fragt die App.
Historie und Commit-Detail
Die Historie des aktiven Branches, Autor, Zeit, Nachricht. Ein Tippen öffnet das Detail: die Liste der geänderten Dateien und bei jeder, ob sie hinzugefügt, geändert, entfernt oder umbenannt wurde.
Bei einem Commit, auf dem die Tests gelaufen sind, steht ihr Ergebnis direkt im Detail. Das ist die Stelle, an der sich zeigt, ob die Arbeit des Agenten etwas kaputt gemacht hat — bevor du sie weiterlässt.
Ein Commit, der Tausende Dateien ändert — eine Formatierungsrunde, ein umbenanntes Verzeichnis — wird nicht vollständig aufs Handy geschickt. Die App sagt, wie viele Änderungen nicht hineinpassten.
Der eigene Commit
„Commit schreiben“ ist der Commit, den du schreibst, nicht der Agent. Du schreibst die Nachricht und committest entweder alles Unfertige oder hakst nur einzelne Dateien an.
Den Autor signiert git am Rechner, nicht das Handy. Fehlt in der Konfiguration user.name, lehnt git den Commit ab und seine Erklärung kommt aufs Handy — dir eine Identität zu erfinden wäre schlimmer als ein Fehler.
Dateien auszuwählen lohnt sich, wenn der Agent mehr getan hat, als du wolltest. Du committest den fertigen Teil und lässt den Rest unfertig.
Typische Fälle
- Ich habe Arbeit übergeben und gehe schlafen
- Morgens zeigt die Historie, was der Agent geschrieben hat, und das Detail jedes Commits, wie er es getan hat. Wenn es nicht geklappt hat, kommst du am Rechner darauf zurück — aber du weißt es, bevor du dich hinsetzt.
- Ich will an einem anderen Branch arbeiten
- Du wechselst den Branch am Handy. Der Server wechselt das Arbeitsverzeichnis, der Spiegel wird nachgezogen und ab dem nächsten Prompt arbeitet der Agent dort.
- Die Arbeit ist fertig und ich will sie im Hauptbranch
- Du wechselst auf den Hauptbranch und mergst den in Arbeit. Etwaige Konflikte bekommst du aufgelistet, nicht für dich gelöst.
- Der Agent hat Änderungen gemacht, aber nicht committet
- Du committest sie selbst — alle, oder nur die Dateien, die du willst. Der Rest bleibt unfertig.
Was auf dem Handy nicht ist und warum
Es gibt kein push, pull, rebase, kein Anlegen von Branches und kein Zurücknehmen von Commits. Jede dieser Operationen kann etwas überschreiben, das schwerer zurückzuholen ist, als es sich auf einem Handy leicht auslösen lässt — und keine davon ist der Grund, warum man tagsüber aufs Handy schaut. Wenn du sie brauchst, bitte den Agenten in der Konversation; das ist ein bewusster Auftrag, kein Tippen.
Woanders hängengeblieben als hier beschrieben? Schreib an support@coden-app.com.